Wohnwände
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Wohnwände ermöglichen eine individuelle Raumgestaltung
Die Schrankwände aus dunklem Holz früherer Jahrzehnte, die häufig einen Raum beherrschten, sind längst abgelöst worden durch leichtere Konstruktionen mit sowohl zusammengeschraubten Schrankelementen als auch offenen Regalen und verschiedenen funktionellen Elementen, die individuell kombiniert werden können. Viele Wohnwände werden in Endlosbauweise angeboten und lassen sich wegen ihrer einzelnen Seiten und Böden vielfältig variieren. Eine Wohnwand bietet Stauraum für Bücher, CDs und DVDs, Ablageflächen für Magazine oder Alben, Vitrinen für Gläser und Erinnerungsstücke oder kleine Sammlungen, Schubladen für Krimskrams oder Kerzen und Servietten sowie diverse Möglichkeiten zur Unterbringung von Dekorationsgegenständen und Vasen. So erhalten diese Verwandlungskünstler ein immer wieder anderes Erscheinungsbild, das sich beispielsweise auch an der jeweiligen Jahreszeit oder an den Festtagen orientiert. Die heimische Unterhaltungselektronik lässt sich ebenfalls in großzügig bemessene Wohnwände integrieren.
Wohnwände können eine komplette Wand ausfüllen oder auch als Raumteiler genutzt werden. Bei eingebauten Wohnwänden besteht die Möglichkeit, sie an den Zimmerwänden und bis zur Decke mit Blenden zu versehen, sodass eine geschlossene Einheit entsteht. Heute tendieren aber die meisten Käufer zu offenen, leicht wirkenden Elementen, die eher die Wirkung einer individuell zusammengestellten Konstruktion erwecken. Kommen Wohnwände in Büros zum Einsatz, unterliegen sie einer starken Beanspruchung. Deshalb werden sie in der sogenannten Skelettbauweise mit Metallbeschlägen hergestellt. Bürotaugliche System-Wohnwände bieten darüber hinaus Tresorelemente, Kühlschrank, Ausziehrahmen für Hängemappen und vieles mehr. Auch Durchgangstüren lassen sich einbauen. Die Schrankteile werden in der Regel mit Flügeltüren verschlossen, es gibt aber auch Lösungen mit Schiebetüren oder Klappen.
Geschichte der Wohnwände
Im Jahr 1921 entwarf ein Architekt aus Wien ein Programm für Schrankwände für einen Möbelfabrikanten in Baden-Württemberg. In den 1950er und 60er Jahren kamen verschiedene andere Fabrikate hinzu, die in Privatwohnungen und in Büros Verwendung fanden. Im Laufe der Zeit entwickelten die Designer neue Lösungen für Wohnwände, die überkommene Schrankwände ablösten. Bis heute gehören sie besonders in Deutschland zu den gefragten Möbelstücken und werden millionenfach verkauft. Die Vielfalt der Materialien und Farben, die Innovationen in der Art der Konstruktion und des Einbaus vergrößern sich ständig, sodass Wohnwände heutzutage nicht mehr als Anschaffung fürs Leben gesehen werden, sondern auch bestimmten Trends unterliegen.
Wohnwände und ihre breite Produktpalette
Holz, Glas und Metall gehören zu den bevorzugten Materialien, die für die Verarbeitung der viel gekauften Wohnwände verwendet werden. Regale, Stand- und Hängevitrinen werden so kombiniert, dass ein ebenso abwechslungsreiches wie transparentes Erscheinungsbild entsteht. Hochglänzende Oberflächen in Weiß oder klassische Holzflächen können je nach Einrichtungsstil und Geschmack gewählt werden. Futuristisch anmutende Designs sind ebenso zu haben wie schlichte und funktionelle Wohnwände mit einer zurückhaltenden Wirkung. Die meisten Wohnwände lassen sich in Wohnkonzepte einfügen, die entweder von einem minimalistischen und edlen Stil geprägt sind oder aber einen eher gemütlichen und rustikalen Touch haben. Fernsehgeräte und andere Apparate können auf offenen Stellflächen untergebracht werden, Schrankelemente sind mit Einlegeböden unterteilt, die es erleichtern, Ordnung zu halten.
Holz-Wohnwände werden häufig mit Glasscheiben und -böden aufgelockert, wobei eine Glaskantenbeleuchtung und sorgfältig gestaltete Griffe zusätzliche optische Akzente setzen. Viele der Elemente lassen sich auch geometrisch oder spiegelbildlich anordnen, damit ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Manche Wohnwände überzeugen zudem durch die elegante Kombination aus Holz und Weiß und passen sich damit dem übrigen Einrichtungsstil an. Beleuchtete Vitrinen können wie Setzkästen wirken und nehmen eine Fülle von Dekorationsgegenständen auf, die dann wie eine kleine Ausstellung zur Geltung kommen. Auch eine LED-Beleuchtung ist bereits Standard bei vielen Modellen, die auf dem Markt angeboten werden.
Zudem existieren Wohnwände, die mit einem ausgesprochen ausgefallenen Design aufwarten, etwa in glamourösem braunem Hochglanz und besetzt mit zahlreichen Swarovski Kristallen. Wer sich also einen Hauch von Luxus in sein Wohnzimmer zaubern möchte, kann sich aus der breiten Produktpalette der modernen Wohnwände das passende Modell aussuchen. Ein Blick in die Onlineshops des Internets hilft dabei, die verschiedenen Angebote zu prüfen und zu vergleichen. Häufig werden Gestaltungsvorschläge mitgeliefert, damit es dem Käufer leichter fällt, als sein eigener Innenarchitekt zu fungieren. Wer sich komplett neu einrichtet, kann mit einer modernen Wohnwand eine Basis für die weitere Möblierung seiner Räume legen. Ist man im Besitz von sehr großen Wohnflächen wie z. B. in einem Eigenheim oder in einer Loft-Etage, bieten sich offene Wohnwände als Raumteiler an. Wenn die Regale die nötige Tiefe haben, können sie beispielsweise beidseitig mit Büchern oder Katalogen bestückt werden. Mittig platzierte Dekorationsgegenstände aus Glas oder exotische Pflanzen wie etwa ein Bonsai-Bäumchen schaffen zusätzliche Effekte. Je mehr Licht ein Raumteiler durchlässt, desto attraktiver ist seine Wirkung – er kann einen Raum nicht nur teilen, sondern optisch vergrößern, wenn er geschickt untergebracht wird.
Wohnwände eignen sich nicht ausschließlich für Wohnzimmer. Sie können auch in Kinder-, Gäste- oder Schlafzimmern aufgebaut werden. Kaum ein Möbelstück bietet so viel Stauraum und Unterbringungsmöglichkeiten für Utensilien des täglichen Gebrauchs und für Dinge, die sich ansammeln und die man nicht missen möchte. Wohnwände strahlen nicht nur Behaglichkeit aus, sondern erweisen sich jeden Tag aufs Neue als praktisch und unverzichtbar.










